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 Geschichte der MK Heiterwang

 

Die Gründungszeit der Musikkapelle Heiterwang dürfte in die Zeit zwischen 1820 – 1825, also nach Beendigung der napoleonischen Kriege, fallen.

Die Vorgänger der Musikkapelle waren Trommler, Schwögler und Kirchenmusikanten, die zu besonderen Anlässen bei Prozessionen, Primizen und Hochzeiten zur feierlichen Stimmung beitrugen. Wenn man die Geschichte unserer Kapelle anhand der anfänglichen spärlichen Aufzeichnungen über 180 Jahre hindurch verflogt, so ist das Auf und Ab dieses Vereins ein getreuer Spiegel der jeweiligen Zeit und des Dorfgeschehens überhaupt. So war unter anderem die Einstellung zur Kapelle nicht immer eine positive, und die Mitglieder und Kapellmeister mussten immer wieder Hindernisse überwinden, damit der Fortbestand der Kapelle gesichert war.

 

Nach der Gründung gab es schon um 1840 eine ausgezeichnete Kapelle unter der tüchtigen Leitung des Musikers Cyprian Grießer. Im Jahre 1848, dem Revolutionsjahr, begleiteten die Heiterwanger Musikanten die Zweite Ehrenberger Schützenkompanie ein Stück auf deren Weg nach Südtirol. Cyprian Grießer hatte es als einfacher Bauernsohn beim Militär zum Vizekapellmeister gebracht, was auf seine hervorragende Begabung schließen lässt, die er auch ganz in den Dienst der damaligen Kapelle stellte. Er leitete auch die Musikdapelle Bichelbach, schrieb selbst Musikstücke und wirkte als Instruktor bei anderen Kapellen. Aus dieser Zeit sind die Namen der Musikanten bekannt. Die Besetzung reichte vom Waldhorn, Klarinetten, Trompeten bis zu Posaunen und Flöten. Cyprian Grießer starb leider all zu früh im Jahre 1866.

 

Wie die Chronik berichtet, mussten die Musikanten in dieser Zeit selber für ihre Instrumente aufkommen und bekamen für ihre Mühen bis auf wenige Ausnahmen keinen Heller. Erst ab dem Jahre 1859 wurde unter dem Bürgermeister Michael Vilser die „Musikantenehrung“ eingeführt. Das Probelokal war damals beim Hirschenwirt vulgo „Dicktl“. In dieser Zeit wurden von der Gemeinde auch Beiträge für den Ankauf von Instrumenten und für das Notenschreiben bereitgestellt.

 

Jedem Einsatz und jeder Mühe seine Belohnung, verdankt man doch der Musikkapelle viele schöne Stunden. Das war früher so wie heute.

 

Die Nachfolger Cyprian Grießer waren Franz Haselmaier und Anton Kerber, die beide ebenfalls ausgezeichnete Musiker waren. In den Folgejahren sind keine Aufzeichnungen vorhanden. Von 1895 bis 1900 standen die beiden Lehrer Zangerle und Kindermann der Musikkapelle als Kapellmeister vor.

 

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Hier muss auch des damaligen Bürgermeister Ferdinand Kramers gedacht werden, der selber ein großer Musikfreund war und das Entstehen der neuen Kapelle mit Nachdruck gefördert hat. Sein Sohn Eduard Kramer wirkte in den Jahren 1900 bis 1945 als Kapellmeister. Es bedurfte seiner Liebe zur Musik und der Ausgeglichenheit seines Charakters, dass der Fortbestand der Kapelle trotz zweier Weltkriege, die immer wieder große Lücken in den Reihen der Musikanten rissen, gewährleistet war.

 

Eduard Kramer wurde ca. 1948 zum Ehrenkapellmeister ernannt.

 

Im Jahre 1926 wurde ein „Glückstopf“ abgehalten, der den damaligen Musikanten eine neue Tracht bescherte. Es sei hier auch erwähnt, dass die Gemeindevertretung in der Folgezeit stets ein offenes Ohr zeigte und die Anliegen der Musikkapelle tatkräftig unterstützten.

 

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Ab 1950 übernahm Josef Mundschütz die Kapelle und leitete sie bis 1956. Danach gab es mehrere Kapellmeister, die in Perioden zwischen 1 und 6 Jahren der Kapelle vorstanden.

 

Im Jahre 1976 fand anlässlich des „150 Jahrjubiläums“ der Musikkapelle das Bundesmusikfest in Heiterwang statt. Zu dieser Zeit war Adolf Klotz Kapellmeister. Im Rahmen der Festveranstaltung spielte sogar die Militärmusik Vorarlberg auf. Am Freitag wurde ein Bergfeuer in Form einer Lyra am Tauern (Verbrennten) entzündet. Aufgrund schönsten Sommerwetters entflammte sich am nächsten Tag ein großer Brand, der nur durch den Einsatz von Hubschraubern und die vereinten Kräfte der Heiterwanger  bekämpft werden konnte.

 

1981 übergab Adolf Klotz das Kapellmeisteramt an Georg Brunner, der dieses bis 1994 innehatte.

 

Im Jahre 1987 übernahm Anni Brunner die Chronik der Musik. Da seit 1969 keine Eintragungen mehr gemacht worden waren, schrieb sie in mühevoller Kleinarbeit die fehlenden 18 Jahre nach und brachte die Chronik auf Vordermann.

 

Im Jahr 1988 feierte die Gemeinde Heiterwang ihr 700-jähriges Bestehen. Zum Auftakt dieses Jubiläumsjahres präsentierte die Musikkapelle beim Eröffnungskonzert am 23. Jänner 1988 den von Günther Koch komponierten Marsch „Gruß an Heiterwang“.

 

1994 übernahm Martin Lagg aus Lermoos die musikalische Leitung der damals 38 Mann/Frau starken Kapelle.

 

Ihr 175 Jähriges Bestehen feierte die Musikkapelle Heiterwang 2001 im Rahmen des Außerferner Bundesmusikfestes.

 

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Seit 2006 leiten Wilfried Pahle als Kapellmeister und Roland Pahle als Stabführer unsere Kapelle.

 

Ausrückungen/Proben

30. November

Cäcilienfeier

mit Essen

im Vereinshaus